Black Coffee

Black Coffee is a South African fashion label founded in 1998 by Jacques van der Watt, a graduate of Leggatts Design Academy in Johannesburg. The fashion brand was catapulted into the fashion limelight in 2009 after winning the Mercedes Benz Art Award and has shown at South African, Berlin and New York Fashion Week amongst others. Jacques van der Watt is considered to be one of the pioneers of fashion in Post-Apartheid South Africa, where fashion became a new form of identity negotiations, self-making and various sorts of remixing.

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David Adjaye

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© Knoll

Als Teil einer von dem Architekten David Adjaye entworfenen Kollektion digital gedruckter Stoffe zeichnet sich das Gewebe Aswan durch vier verschiedene Farbtypen aus. Die fließenden und dynamischen Übergänge der Stoffe in grün (Elephantine), lila (Bazaar), blau (Lake) und grau (Felucca) überlagern Quadrate der jeweils gleichen Farbfamilie und durchziehen diese mit horizontalen Linien. Benannt nach der ägyptischen Stadt Assuan wird an Aswan die angestrebte Translation der Fasson historischer Gewebe in Form einer Aktualisierung deutlich. Dabei verweisen die Bezeichnungen der vier Farben auf lokale Phänomene oder geografische Eigenheiten, wie beispielsweise den auf dem Nil genutzten Schiffstypus der Feluke oder einen Stausee südlich der Stadt.

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Lumkani

©Lumkani
©Lumkani

Lumkani, ein Technologie Start-up, wurde nach einer Feuersbrunst in der südafrikanischen Siedlung Khayelitsha am Neujahrstag 2013 von sechs Studenten der Universität in Kapstadt gegründet. Das Feuer zerstörte 800 Hütten, geschätzte 5.000 Menschen wurden obdachlos. Daraufhin war die Vision des sozialen Unternehmens, ein Warnsystem gegen die Ausbreitung solch verheerender Brände – vor allem in informellen Siedlungen – zu entwickeln. Entstanden ist so ein Feuermelder, der anders als konventionelle Geräte nicht auf Rauchentwicklung, sondern auf Hitze reagiert. Der Feuermelder von Lumkani ist zudem ein Smart Device und interagiert über Radiofrequenzen mit weiteren Geräten.

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Matali Crasset (eng.)

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Fotos von Matali Crasset

Die französische Industriedesignern Matali Crasset wuchs in einer Kleinstadt im Norden Frankreichs auf, heute lebt und arbeitet sie in Paris. Ihre Werke sind weltweit bekannt und werden vielfach ausgestellt. Forms of Flow/Flow of Forms konzentriert sich auf Crassets Basket Project, ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Korbflechterinnen aus Simbabwe entstand. Die Designerin stand dabei in ständigem Kontakt mit 17 Frauen der Bulawayo Home Industries, einer gemeinnützigen Einrichtung, die es Frauen ermöglicht, ihr Einkommen durch die Korbflechtkunst zu verbessern. Durch einen regen Austausch entstand eine Symbiose aus traditionellem Handwerk und modernem Design. In der Ausstellung wird diese Entwicklung einer neuen Formsprache sichtbar. Im Gespräch erklärt Matali Crasset Ansätze und Schwerpunkte des Projekts.

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Matali Crasset (franz.)

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Fotos von Matali Crasset

Die französische Industriedesignern Matali Crasset wuchs in einer Kleinstadt im Norden Frankreichs auf, heute lebt und arbeitet sie in Paris. Ihre Werke sind weltweit bekannt und werden vielfach ausgestellt. Forms of Flow/Flow of Forms konzentriert sich auf Crassets Basket Project, ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Korbflechterinnen aus Simbabwe entstand. Die Designerin stand dabei in ständigem Kontakt mit 17 Frauen der Bulawayo Home Industries, einer gemeinnützigen Einrichtung, die es Frauen ermöglicht, ihr Einkommen durch die Korbflechtkunst zu verbessern. Durch einen regen Austausch entstand eine Symbiose aus traditionellem Handwerk und modernem Design. In der Ausstellung wird diese Entwicklung einer neuen Formsprache sichtbar. Im Gespräch erklärt Matali Crasset Ansätze und Schwerpunkte des Projekts.

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Kossi Aguessy

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„VIBE“ High Fidelity Sound System, Photo by Youssef Eskandar Nabil

Kossi Aguessy ist Künstler und Designer mit togolesischen und brasilianischen Wurzeln. Aufgewachsen in New York studierte er später Industriedesign und Innenarchitektur am Central St Martin´s College in London. Aguessy ist bekannt für die Verwendung unterschiedlicher Materialien. Heute lebt der Designer in Togo, Frankreich und den Vereinigten Staaten.
„Flow of Forms/ Forms of Flow“ präsentiert Weiterentwicklungen von Designobjekten aus Aguessys Newbia-Anticipation-Project, einem Designexperiment, das er seit vielen Jahren immer wieder aufnimmt und weiterspinnt. Ausgangsbasis des Projekts ist die Frage, was wäre Afro-Ästhetik heute, wenn sich das Design in Techniken und Formgebungen linear weiter entwickelt hätte und die Entwicklung von Technologien und Techniken der frühen Hochkulturen Afrikas nicht mit der Kolonisation unterbrochen worden wären. Denn was heute als afrikanische Ästhetik gelte, so Aguessy, beruhe häufig auf einer Summe von Entlehnungen, westlichen Nachahmungen und Adaptionen.

In einem Gespräch befragten wir Kossi Aguessy über seine Motivation zu diesem Projekt und seinem Verständnis von seiner Arbeit als Designer.

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Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Flow of Forms / Forms of Flow“ fokussiert Designgeschichten zwischen Afrika und Europa. Es befasst sich mit den bislang in der Forschung vernachlässigten Auseinandersetzungen mit Designobjekten aus Afrika, ihren Techniken und gestalterischen Grundlagen. Aus einer verflechtungsgeschichtlichen Perspektive werden Formgenese (Forms) und kulturelle Wechselwirkungen (Flows) untersucht. Das Projekt schließt damit an den ‚global turn‘ in den Kunst- und Designwissenschaften an, der die einseitige Ausrichtung der Forschung primär auf europäisches und amerikanisches Design durch eine weitere regionale Auffächerung und vor allem durch eine transkulturelle Perspektivierung korrigieren will. Designgeschichten im globalen Kontext zu betrachten, bedeutet einerseits von Gestaltung als einer überall anzutreffenden Praxis auszugehen; andererseits verbindet sich damit auch eine kritische Haltung gegenüber dem eurozentristischen Blick, der oftmals bis heute in simplen Dichotomien von traditionell – modern, indigen – importiert, handwerklich – industriell, formell – informell – denkt.
Wer sich gegenwärtig mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten Afrikas und seiner Diaspora beschäftigt, wird einerseits einen besonderen Fokus auf bildende Kunst, Architektur und Urbanismus bemerken. Auf der anderen Seite haben aber auch die (temporären) (Re-)Migrationen zeitgenössischer DesignerInnen wie Buki Akib, Alafuro Sikoki oder Cheick Diallo zu einer Aktualisierung der Bereiche von angewandter Kunst geführt. In Rückgriff auf ältere wie auch auf alltägliche Gestaltungen, aber vor allem auch im Austausch mit den auf dem afrikanischen Kontinent arbeitenden DesignerInnen und KünstlerInnen wie Olu Amoda, Jules Wokam, Karo Akpokiere und Black Coffee sind äußerst produktive und innovative Szenen entstanden, die sich besonders auch der sozialen und politischen Aspekte ihrer Tätigkeiten bewusst sind.
Entgegen einer singulären Narration versteht „Formflow“ Designgeschichten als komplex und vielfältig. Dies spiegelt sich auch durch die parallele Präsentation an verschiedenen Ausstellungsorten in München. In insgesamt vier Stationen werden fünf Themenfelder vertiefend betrachtet: 1. Formen der Moderne, 2. Transform(n)ation, 3. Formen der Kooperation/Partizipation, 4. Stoff-Wechsel und 5. Spekulative Formen.

Das Projekt ist eine Kooperation des Instituts für Kunstgeschichte der LMU und dem Architekturmuseum der TUM, Museum Fünf Kontinente, Kunstraum, Galerie Karin Wimmer und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert und in einem, von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und dem Freundeskreis des Kunsthistorischen Instituts unterstützten, Katalog dokumentiert.

Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Kerstin Pinther und Alexandra Weigand, Dipl. Des./M.A. mit Studierenden der Kunstgeschichte der LMU. Wichtige Projektpartner sind Cheick Diallo / Diallo Design (Bamako/Mali) und CUCULA (Berlin).

 

Eröffnung: 02.02.2017

Laufzeit: 03.02.2017 – 12.03.2017

 

Französische Version

Englische Version

 

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