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Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Flow of Forms / Forms of Flow“ fokussiert Designgeschichten zwischen Afrika und Europa. Es befasst sich mit den bislang in der Forschung vernachlässigten Auseinandersetzungen mit Designobjekten aus Afrika, ihren Techniken und gestalterischen Grundlagen. Aus einer verflechtungsgeschichtlichen Perspektive werden Formgenese (Forms) und kulturelle Wechselwirkungen (Flows) untersucht. Das Projekt schließt damit an den ‚global turn‘ in den Kunst- und Designwissenschaften an, der die einseitige Ausrichtung der Forschung primär auf europäisches und amerikanisches Design durch eine weitere regionale Auffächerung und vor allem durch eine transkulturelle Perspektivierung korrigieren will. Designgeschichten im globalen Kontext zu betrachten, bedeutet einerseits von Gestaltung als einer überall anzutreffenden Praxis auszugehen; andererseits verbindet sich damit auch eine kritische Haltung gegenüber dem eurozentristischen Blick, der oftmals bis heute in simplen Dichotomien von traditionell – modern, indigen – importiert, handwerklich – industriell, formell – informell – denkt.
Wer sich gegenwärtig mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten Afrikas und seiner Diaspora beschäftigt, wird einerseits einen besonderen Fokus auf bildende Kunst, Architektur und Urbanismus bemerken. Auf der anderen Seite haben aber auch die (temporären) (Re-)Migrationen zeitgenössischer DesignerInnen wie Buki Akib, Alafuro Sikoki oder Cheick Diallo zu einer Aktualisierung der Bereiche von angewandter Kunst geführt. In Rückgriff auf ältere wie auch auf alltägliche Gestaltungen, aber vor allem auch im Austausch mit den auf dem afrikanischen Kontinent arbeitenden DesignerInnen und KünstlerInnen wie Olu Amoda, Jules Wokam, Karo Akpokiere und Black Coffee sind äußerst produktive und innovative Szenen entstanden, die sich besonders auch der sozialen und politischen Aspekte ihrer Tätigkeiten bewusst sind.
Entgegen einer singulären Narration versteht „Formflow“ Designgeschichten als komplex und vielfältig. Dies spiegelt sich auch durch die parallele Präsentation an verschiedenen Ausstellungsorten in München. In insgesamt vier Stationen werden fünf Themenfelder vertiefend betrachtet: 1. Formen der Moderne, 2. Transform(n)ation, 3. Formen der Kooperation/Partizipation, 4. Stoff-Wechsel und 5. Spekulative Formen.

Das Projekt ist eine Kooperation des Instituts für Kunstgeschichte der LMU und dem Architekturmuseum der TUM, Museum Fünf Kontinente, Kunstraum, Galerie Karin Wimmer und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert und in einem, von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und dem Freundeskreis des Kunsthistorischen Instituts unterstützten, Katalog dokumentiert.

Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Kerstin Pinther und Alexandra Weigand, Dipl. Des./M.A. mit Studierenden der Kunstgeschichte der LMU. Wichtige Projektpartner sind Cheick Diallo / Diallo Design (Bamako/Mali) und CUCULA (Berlin).

 

Eröffnung: 02.02.2017

Laufzeit: 03.02.2017 – 12.03.2017

 

Französische Version

Englische Version

 

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